Welche Brenneigenschaften haben Holzbriketts?

Es gibt einige maßgebliche Faktoren zur Aussage über die Brenneigenschaften eines Brennstoffes. So spielt die verwendete Holzart eine wichtige Rolle, wie hoch der Heizwert oder Brennwert eines Holzbriketts ist, aber auch wie schnell es verbrennt. Zudem ist der Restfeuchtegehalt im Material ein guter Indikator für die Qualität eines Brennstoffes. Als Faustregel gilt: Je geringer die Restfeuchte, desto effizienter der Heiz- beziehungsweise Brennwert.

Holzbriketts haben im Vergleich zu Brennholz einen höheren Heizwert. Beide Brennstoffe haben den gleichen Ausgangsrohstoff, unterscheiden sich jedoch in der Materialdichte und dem Restfeuchtegehalt voneinander. Das Holzmaterial wird produktionsbedingt getrocknet und stark verdichtet, was eine Abnahme des Wassergehalts im Rohstoff zur Folge hat.

Holzbriketts haben einen durchschnittlichen Restfeuchtegehalt von 7 bis 12 Prozent, Brennholz hingegen weist auch nach 2 Jahre langer Lagerungszeit einen Wasseranteil von rund 20 Prozent auf. Dieser Umstand wirkt sich enorm auf den Heizwert eines Brennstoffs aus. Aus der Verbrennung von Holzbriketts wird bis zu 5,2 kWh/kg nutzbare Wärmeenergie freigegeben, Brennholz kommt je nach Restfeuchteanteil auf einen Wert von rund 4,1 kWh/kg. Holzbriketts verbrennen sehr heiß und schaffen schnell Wärme in den vier Wänden.

Das macht diesen Brennstoff zu einem ökonomisch effizienten Wärmebringer. Die Verbrennung geschieht zwar ohne energische Flammenbildung, wie es bei Brennholz der Fall ist, Holzbriketts produzieren aber auch keinen gefährlichen Funkenflug. Die Brenndauer von Holzbriketts liegt je nach verwendeter Holzart zwischen 1 bis 2 Stunden, die Glutdauer reicht von 1 bis hin zu 5 Stunden. Nicht zuletzt spielt auch die Produktqualität eine wichtige Rolle, wie gut ein Brennstoff heizt. Minderwertige Holzbriketts weisen grundsätzlich niedrigere Brenneigenschaften auf und sollten daher gemieden werden.

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