Wie werden Holzbriketts hergestellt?

Der technische Prozess zur Herstellung von Holzbriketts wird als Brikettierung bezeichnet. Für die Brikettierung kommen zwei Verfahren in Frage: Das Strangpressverfahren und das Presskammerverfahren. Für beide Methoden werden aufwendige Brikettpressen verwendet.

Bei dem Strangpressverfahren wird das Material zuerst vorgepresst bevor es zur weiteren Verarbeitung in einen röhrenförmigen Presskanal eingeführt wird. Mit Hilfe eines in diesem Kanal befindlichen hydraulisch oder mechanisch angekurbelten Kolbens wird weiteres Material nun gegen die vorgepresste Masse gedrückt. Unter hohem Druck entsteht ein langer Materialstrang, welcher sich gleichzeitig aufgrund der hohen Energieleistung der Anlage erhitzt.

Deshalb verfügen Kolbenstrangpressen über Kühlungssysteme, die die Temperaturen innerhalb der Anlage beständig regulieren. Ist der Pressvorgang abgeschlossen, wird der Holzstrang zu einem Holzbriketts zugeschnitten oder gebrochen. Ein im Strangpressverfahren hergestelltes Holzbrikett hat einen Durchmesser von 40 bis maximal 100 Millimeter. Das Verdichten des Materials verläuft beim Presskammerverfahren schrittweise.

Auch hier wird die Rohmasse zuerst vorgepresst, bevor es im nächstem Schritt in der Presskammer hydraulisch verdichtet wird. Die Abmessungen einer solchen Kammer sind vorgegeben und können nicht geändert werden. Anschließend kann das fertiggepresste Holzbrikett ausgeworfen werden.

Im Gegensatz zum Strangpressverfahren wird für dieses Verfahren weniger Energie benötigt. Überdies kann auf energiezerrende Kühlungsanlagen verzichtet werden, da sich die Temperaturen während des Produktionsprozesses in der Brikettpresse unwesentlich verändern.

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