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LABU-Holzbriketts - Ein Brikett mit LABU Prägung in frontaler Ansicht.

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  • 910 kg oder 1040 kg pro Palette
  • Hergestellt in Deutschland (Geithain)
  • Geprüft und zertifiziert nach DINplus
  • Optimierte große RUF-Form
  • Bis zu 2 Stunden Brenndauer
  • 4 Zugluftrippen für hohe Luftzufuhr
LABU-Holzbriketts - Eine Palette Holzbriketts.
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LABU-Holzbriketts

 

LABU-Holzbriketts - Drei Paletten Holzbriketts - Lieferung in ganz Deutschland.

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7 gute Gründe für LABU-Holzbriketts

Es gibt viele Gründe mit LABU-Holzbriketts zu heizen.
Hier sind 7 davon.

LABU-Holzbriketts - Hobelspäne für die Herstellung.

Das besondere Holzbrikett.
Aus Hobelspänen.

LABU-Holzbriketts werden aus trockenen hochwertigen Hobelspänen und nicht aus minderwertigem Sägemehl hergestellt. Die grobe Struktur der Hobelspäne fördert ein besseres An- und Abbrennen der Briketts. Weiterhin ist die Festigkeit erhöht, was zu geringerem Abrieb führt. Die Mischung aus Fichten-, Lärchen- und Douglasienholz, die niedrige Restfeuchte und die starke Verdichtung ergeben einen besonders hohen Heizwert.

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Ein sicherer Rohstoff.
Sauber, ohne Schadstoffe.
Unabhängig geprüft.

Die Zertifizierung durch die aktuellesten deutschen und europäischen Normen – DINplus und DIN EN ISO 17255-3 – bietet Güte und Sicherheit im Herstellungsprozess. Um Qualität und Reinheit von LABU-Holzbriketts zu garantieren lassen wir unsere Briketts kontrollieren. Denn auch beim Heizen mit Holz gilt: Nur mit trockenen und schadstofffreien Holzbrennstoffen kann umweltfreundlich und C02-neutral heizen.

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LABU-Holzbriketts - Holzbriketts mit DINplus Siegel.
LABU-Holzbriketts - Große optimierte Form mit 4 Zugluftrippen für gute Luftzufuhr.

Optimierte Form.
Größer mit 4 Zugluftrippen.
Brennt länger.

Wir haben die Form von LABU-Holzbriketts verbessert. Die größere optimierte Form besitzt eine Scheitholz-ähnliches Format. 4 breite Zugluftrippen sorgen für ein noch besseres Anbrennen. Das erhöht auch die Luftzufuhr bei dichter Stapelung. Die Flammdauer verlängert sich bis zu 2 Stunden. Daran schließt sich eine einstündige Glutphase an. LABU-Holzbriketts bestehen weiterhin aus der bewährten Mischung aus Fichte, Lärche und Douglasie.

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Ganzjährig verfügbar.
Gleichbleibend hohe Qualität.

LABU-Holzbriketts werden mit Markenpressen der deutschen Firma RUF gepresst. Das große Produktionsvolumen in unserem Hobelwerk garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität der abfallenden Hobelspäne über das ganze Jahr hinweg. Durch das hohe Produktionsvolumen und unsere großen Lagerkapazitäten können wir Ihnen eine ganzjährige Lieferung unserer Holzbriketts anbieten.

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LABU-Holzbriketts - Ein 10kg Paket Holzbriketts mit Einleger.
LABU-Holzbriketts - Holzbalken mit Siegel zur nachhaltigen Produktion.

Nachhaltige Verwertungskette.
Nur aus abfallenden Spänen.

LABU-Holzbriketts werden ausschließlich aus abfallenden Hobelspänen aus unserem Hobelwerk in Geithain hergestellt. Damit wird gewährleistet, dass auch das abgehobelte Restholz einer nachhaltigen Verwertung zugeführt wird und keine Bäume extra für die Brikettierung gefällt werden müssen.

Die Verbrennung von LABU-Holzbriketts erfolgt natürlich wie bei jedem trockenen und sauberen Holzbrennstoff CO2-neutral.

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Aus heimischer Produktion.
Direkt vom Hersteller.
Made in Germany.

Holz ist unser Geschäft. Geithain in Sachsen ist einer von 5 Standorten der Ladenburger Holzwerke. Mit über 200 Mitarbeitern an diesem Standort sägen, hobeln und veredeln wir das Naturprodukt Holz.
In unserem Hobelwerk pressen wir seit über 10 Jahren hochwertige Holzbriketts mit Markenpressen der deutschen Firma RUF. Durch unser Produktionsvolumen können wir Ihnen über das ganze Jahr hinweg eine sehr gute Qualität anbieten.

Profitieren Sie beim Kauf von LABU-Holzbriketts von der Effizienz eines großen Unternehmens in der Holzindustrie!

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LABU-Holzbriketts - Hergestellt in Deutschland - Markenqualität.

holzbriketts-labu-deutschland-start-helper

Wir sind für Sie da.

Beratung & Bestellung.
Mo.-Fr. 7:00 – 16:00 Uhr.
034341 / 306-22.

E-Mail: info@labu-holzbriketts.de >

 

Feedback von unseren Kunden

06.01.2016

Alles war immer ok und der Fahrer war immer sehr nett !!!!!!!!

14.12.2015

Alles tutti Paletti. 5-Sterne Qualität …

11.11.2015

Ich bin schon seit Jahren Kunde und sehr zufrieden mit den Produkten. vielen Dank

10.11.2015

Daumen hoch, macht weiter so. Die Briks brennen auch so lange wie versprochen… Danke!

09.09.2015

Alles gut bis jetzt. Sehr einfach und schnell zu bestellen, prima Lieferung..

08.09.2015

Bis jetzt alles Super, problemlose Lieferung, alles ideal.

02.09.2015

Wir hatten schon einmal bei Ihnen bestellt und waren mit allem rundum zufrieden!

15.08.2015

Bin Erstkunde, und positiv überrascht, vielen Dank.

10.08.2015

Ich habe bei Ihnen bereits gekauft und war super zufrieden.
Herzliche Grüße!

22.07.2015

Alles gut!

19.06.2015

Einfach und übersichtlich. OK!

11.04.2014

Bis jetzt alles super. Lieferung und Qualität stimmen, da gibt’s von meiner Seite keinen Anlass zur Kritik.

13.03.2015

Ich bin schon mehrere Jahre Kunde bei Ihnen
und war immer sehr zufrieden !

16.02.2015

Die Lieferung hat problemlos geklappt, ich bestelle bestimmt öfters.

06.02.2015

Alles super und das mann online bezahlen ist auch noch gut 🙂

03.02.2015

Letzte Bestellung war super, darum Bestellung wieder bei Ihnen. Qualität top.

26.01.2015

Wie immer Super! Wir wurden schon beliefert, haben auch schon selbst abgeholt…

Über www.labu-holzbriketts.de

Holzbriketts kaufen zum Herstellerpreis

Auf dieser Webseite verkaufen wir im LABU-Shop unsere hochwertigen Holzbriketts der Marke LABU, direkt aus unserem Hobelwerk in Geithain (Sachsen, Deutschland). Wir verkaufen Holzbriketts palettenweise (910kg/1040 pro Pal.) an Privatkunden und Händler und liefern direkt ab Werk. Selbstabholung gegen Rabatt möglich. Profitieren Sie von günstigen Preisen – immer inklusive Lieferung. Wir liefern bundesweit. Händler und Großabnehmer erhalten auf Anfrage ein individuelles Angebot – franko oder ab Werk. Nutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder schreiben Sie eine E-Mail.

LABU-Holzbriketts - Hobelwerk in Geithain - Hergestellt in Deutschland.

Holzbriketts – Heizwert und Daten

Die Holzbriketts werden aus Hobelspänen gepresst (Fichte, gemischt mit Lärche und Douglasie). Durch den hohen Fichtenholzanteil ergibt sich ein hoher Heizwert von ca. 5 kWH/kg bei einem guten Anbrennverhalten. Die Herstellung der Holzbriketts findet mit den bewährten Pressen der Firma RUF (Deutschland) statt. Dadurch gewährleisten wir eine hervorragende und gleichbleibende Qualität bei hohem Produktionsvolumen. Die Größe eines einzelnen Holzbriketts beträgt 24 x 9 x 8 cm und ergibt die klassische und praktische RUF-Form mit abgerundeten Ecken. 6 Holzbriketts sind in einem Gebinde zu 10 kg zusammengefasst, mit einen Produktdatenblatt (inkl. Anzündtipps) versehen und foliert. Die Holzbriketts-Pakete besitzen ein angenehmes Tragegewicht von 10kg und lassen sich platzsparend in Garage und Keller verstauen und stapeln. Der Ascheanfall der Briketts beträgt 0,3%.

LABU-Holzbriketts - Hobelspäne.

Holzbriketts als Nebenprodukt

Mit über 200 Mitarbeitern verarbeiten und veredeln wir im Hobelwerk Geithain (Sachsen, Deutschland) das Naturprodukt Holz. Dabei produzieren wir vorrangig Hobelware wie Konstruktionsvollholz, Profilholz, Brettschichtholz, Holzdielen, Balkenschichtholz und vieles mehr. Das große Produktionsvolumen im Hobelprozess lässt viele wertvolle Hobelspäne entstehen, die auf eigenen RUF-Pressen zu hochwertigen Holzbriketts verarbeiten werden. Somit wird gewährleistet, dass nichts von dem kostbaren Rohstoff Holz im Herstellungsprozess ungenutzt bleibt. Unsere Holzbriketts werden ausschließlich aus Spänen der Hobelproduktion gepresst.

Zertifiziert nach DINplus / EN 14961-3

Die Holzbriketts sind nachDINplus und DIN EN ISO 17255-3 (ehemals DIN 14961-3 / 51731) zertifiziert. Das dazugehörige Prüfzertifikat und unseren Qualitätsanspruch können Sie hier einsehen: LABU-Holzbriketts DINplus Zertifikat. DieDIN EN ISO 17255-3 regelt die Werte, Grenzen und Parameter für Holzbriketts für die nichtindustrielle Verwendung. Dazu gehören beispielsweise Wassergehalt (Feuchte), Aschegehalt, Heizwert, Partikeldichte, Zusätze und chemische Grenzwerte des Holzes. Ziel dieser europäischen Norm ist eine eindeutige Klassifizierung der Holzbriketts für Verkäufer und Kunden vor allem im Bereich der Brennstoffqualität. Gerade minderwertige Holzbriketts können zu einer Schädigung von Gesundheit, Umwelt und Heizungsanlage führen. Dies trifft vor allem bei nicht zertifizierten Holzbriketts zu. Häufig werden diese aus Holzabfall, vermengt mit Lacken, Farben und Klebstoffresten, hergestellt. Achten Sie daher in jedem Fall auf ein gültiges DINplus-Zertifikat.

LABU-Holzbriketts - Zertifiziert nach DINplus- DIN EN ISO 17255

RUF Holzbriketts

Wir benutzen zur Herstellung der Holzbriketts ausschließlich moderne Industriepressen der Firma RUF (Deutschland), um eine hohe und gleichbleibende Qualität der Holzbriketts über den gesamten Produktionsprozess zu garantieren. Ruf-Holzbriketts werden unter hohem Druck gepresst, sind handlich, passen in jeden üblichen Brennraum und lassen sich hervorragend stapeln. Sie müssen vor der Nutzung nicht gesägt oder zerbrochen werden. RUF-Holzbriketts benötigen kein Zugloch zum Anbrennen, welches weiterhin die Verbrennung beschleunigt, sondern brennen gleichmäßig ab. Die Flammdauer der Holzbriketts liegt bei 1,5 – 2 Stunden. Die Glutdauer beträgt je nach Luftzufuhr 1 bis 2h. Unsere Holzbriketts sind immer eindeutig an der „LABU“ Prägung direkt auf dem Brikett erkennbar.

Holzbriketts als Alternative zu Brennholz

Durch den hohen Brennwert eignen sich unsere Holzbriketts hervorragend als Brennholz-Alternative für Ofenbesitzer. 1 Tonne Holzbriketts kann 3 bis 4 Schüttraummeter Brennholz (je nach Feuchte-Gehalt) ersetzen. Das wird durch die hohe Kompression und Verdichtung der Hobelspäne beim Pressen der Holzbriketts erreicht. Die geringe Restfeuchte liegt bei Holzbriketts in der Regel unter 10% und schont somit Umwelt, Schornstein und Ofen. 2 Jahre getrocknetes Brennholz erreicht eine Restfeuchte von 10-20%. Holzbriketts lassen sich platzsparend lagern, sind sauber und schädlingsfrei handhabbar und erzeugen wenig Asche.

Unser Holzbriketts-Service für Privatkunden

Wir bieten unseren Kunden auch bei Beratung und Lieferung einen hohen Service. Der günstige Preis der Holzbriketts versteht sich immer inklusive Versandkosten und Entladung. Wir liefern Holzbriketts bundesweit (außer Inseln) und zu ausgewählten LABU-Aktionen nach Dresden, Chemnitz, Leipzig, Erfurt, Magdeburg, Halle/Saale, Gera und Jena. Die Bestellung der Holzbriketts kann über die Webseite www.labu-holzbriketts.de oder telefonisch über unsere Hotline 034341/30622 erfolgen. Der Liefertermin der Holzbriketts wird mit Ihnen telefonisch oder per E-Mail vereinbart (außer bei Lieferaktionen mit festem Termin).

LABU-Holzbriketts - Lieferung mit LKW - Entladung mit Kran oder Hubbühne.

In unserem Hausgebiet (große Teile von Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen) können Sie bar bei Lieferung der Holzbriketts bezahlen. Bundesweit bieten wir Vorkasse (Überweisung) und auf Nachfrage auch Zahlung auf Rechnung an. Eine Registrierung per Passwort ist bei der Bestellung im LABU-Shop nicht nötig. Der Bestellvorgang ist SSL-verschlüsselt. Ihre Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Die Lieferung erfolgt per Kran-Lkw/Hubbühne auf Europaletten. Die Palette ist im Preis enthalten, ein Palettentausch findet nicht statt. Die Holzbriketts-Paletten sind mit einer Regenschutzhaube versehen und werden anschließend foliert. So ist Ihre Palette auch bei Regen perfekt geschützt.

LABU-Holzbriketts - Ein 10 kg Paket mit Einleger.

Neues Holzbriketts-Magazin

Im neuen Holzbriketts-Magazin finden Sie zum Thema Holzbriketts viele News, Daten und Fakten sowie einen Ratgeber.

Handbuch Holzbriketts

Daten und Fakten über Holzbriketts als biogener Brennstoff

Inhaltsverzeichnis

1 Biogene Brennstoffe (Heizstoffe)
1.1 Begriffserklärung: Was sind Holzbriketts?
1.2 Die Geschichte des Holzbriketts
2 Holzbriketts im Vergleich zu anderen Energieträgern
2.1 Holzbriketts und Holzpellets im Vergleich zu Brennholz / Scheitholz / Kaminholz
2.2 Holzbriketts im Vergleich zu Erdöl, Erdgas und Kohle
3 Überblick gängiger Holzbriketts-Arten
3.1 Unterscheidung der Holzbriketts-Eigenschaften durch die Holzart
3.2 Unterscheidung nach dem Heizwert
3.3 Unterscheidung der Holzbriketts nach Herstellungsart & Form
3.4 Deutsche und europäische Normen von Holzbriketts
3.5 Qualitätsunterschiede bei Holzbriketts und Pellets
4 Einsatzmöglichkeiten von Holzbriketts und Pellets
4.1 Holzbriketts in Feuerstätten für feste Brennstoffe
4.2 Holzbriketts im Holzvergaserkessel
5 Transport Lagerung von Holzbriketts
6 Richtiges Anzünden und Dosierung von Holzbriketts
7 Verwendung der Asche von Holzbriketts
8 Ökologische Aspekte von Holzbriketts
8.1 Co2-Neutralität & Nachwachsender Rohstoff
8.2 Holzbriketts aus schnellwachsenden Baumarten
8.3 Holzbriketts und Holzpellets aus Nebenprodukten, Rückständen und Abfällen
9 Preisentwicklung von Holzbriketts
10 Fallbeispiel LABU-Holzbriketts: Herstellungsprozess und Qualitätssicherung
11 FAQs – Häufig gestellte Fragen
12 Quellenverzeichnis
Anhang 1
Anhang 2

 

1 Biogene Brennstoffe (Heizstoffe)

Die Biomasse bietet als Energierohstoff sehr viele Anwendungsvarianten und Nutzungsaspekte. Hauptsächlich werden hierbei, je nach Eigenschaft, holz- und halmgutartige Brennstoffe unterschieden. Sie können als Rückstände bei Verarbeitungsgängen in der Industrie anfallen oder als angebaute Energiepflanze erzeugt werden. Im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern, wie z. B. Kohle, Erdöl und Erdgas, gelten biogene Brennstoffe, wie Holzbriketts und Holzpellets als klimaschonend. Neben der Nutzung als Brennstoff zur Wärmebereitstellung ist eine Verwendung zur Stromerzeugung über eine Biogasanlage möglich.
Biogene Brennstoffe treten unter anderem in Form von Holzbriketts auf. Neben den bekannten Holzpellets, ist diese die beliebteste Variante, vor allem für den häuslichen Gebrauch. Für Holzbriketts werden hauptsächlich die anfallende Holzspäne aus der industriellen Verarbeitung, aber auch Holz von schnellwachsenden Baumarten (sog. Kurzumtriebsplantagen) genutzt und zu entsprechenden Holzpresslingen verarbeitet.

1.1 Begriffserklärung: Was sind Holzbriketts?

Holzbriketts sind Holzbrennstoffe, der durch maschinelles Pressen von trockenen und naturbelassenen Holzpartikeln, wie beispielsweise Hobelspänen oder Sägemehl, hergestellt wird. Dies geschieht gegenwärtig nach den Normen der EN 14961-3 und erfolgt ohne den Zusatz chemischer Bindemittel. Holzbriketts gehören zu den biogenen Festbrennstoffen und werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Durch die Nutzung von Holzbriketts kommt es kaum zur Erhöhung der Konzentration an klimawirksamen Gasen wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) oder auch Distickstoffoxid (N2O) (vgl. Kap. 8.1). Somit schonen Holzbriketts und Pellets unsere Umwelt und das Klima. Die aus Biomasse hergestellten Holzbriketts eignen sich für alle Festbrennstoffanlagen, wie z.B. Kaminöfen, Kachelöfen, Küchenherde und Zentralheizungen. Holzbriketts haben eine sehr geringe Restfeuchte von ca. 12 bis 15 %. Das für industrielle Zwecke benötigte Holz wird vorgetrocknet. Die anfallenden Späne sind daher in einem sehr trockenen Zustand und können problemlos zu Holzbriketts gepresst werden. Durch die geringe Restfeuchte weisen Holzbriketts im Vergleich zum Brennholz bzw. Kaminholz einen sehr hohen Heizwert auf, die Verbrennung ist äußerst sauber und hinterlässt nur geringe Ascherückstände. Die Briketts werden unter einem sehr hohen Druck gepresst, was ihr Brennholz-Volumen bis zu dreimal schrumpfen lässt. Das macht Holzbriketts sehr effizient, was bei der Dosierung – hierzu mehr im Kapitel 6 „Anzünden und Dosierung“ – zu beachten ist (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, FNR 2007).

Holzbriketts haben meist größere, überwiegend stapelbare längliche Formen mit glatten geschnittenen Kanten. Marktüblich sind auch runde Holzbriketts-Formen mit und ohne Loch, oder auch kürzere und runde Formen als sogenannte Schüttgutbriketts.

Durch die Brikettierung der Holzbriketts ist ein Höchstmaß an Homogenität bezüglich der physikalisch-mechanischen Merkmale der Brennstoffe erreichbar. Die Vorteile bestehen vor allem in (FNR, 2007):

  • einer hohen Energiedichte der Holzbriketts in Bezug auf das Volumen und damit verbundenen logistischen Vorteilen,
  • günstigen Dosiereigenschaften,
  • einer hohen Feuchtereduktion durch den Verdichtungsvorgang,
  • der Möglichkeit zur Verwendung von Zuschlagstoffen zur Veränderung der chemisch-stofflichen Brennstoffeigenschaften und
  • einer hohen Lagerstabilität (kein biologischer Abbau bei der Lagerung).

Die Qualitätsanforderungen für Holzbriketts und Holzpellets sind in der europäischen Norm EN 14961-X von 2011 festgelegt. Der Teil 3 der EN 14961  steht für die Einhaltung der normativen Anforderungen an Holzbriketts und wurde als Nachfolger der DIN 51731 auf europäische Ebene gehoben. Der 2. Teil, die EN 14961-2, beschreibt die Anforderungen an Pellets. Mit dieser Norm werden zum ersten Mal europaweite Qualitätsanforderungen an Holzbriketts und Holzpellets gestellt. Auskünfte dazu erteilt unter anderem der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV, 2012).

1.2 Die Geschichte des Holzbriketts

Durch die Erfindung der Brikettierpresse zum Ende des 19. Jahrhunderts, erlebte zuerst die Braunkohleindustrie ihre erste große Blütezeit. Die Brennbarkeit der Kohle ließ sich mit ihr deutlich erhöhen. Mit der Zunahme des Energiebedarfs stieg gleichzeitig die Nachfrage an brikettierter Kohle, und damit nach Brikettierpressen. Mit der Patentierung der ersten Brikettierpresse für organische Reststoffe seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden nun auch die kontinuierlich produzierten Abfälle der Holzindustrie wie Staub und Späne in Schreinereibetrieben und Sägewerken zu verheizbaren Holzbriketts gepresst (Hiersig, 1995). Das hat zwei hauptsächliche Gründe. Zum einen sind biogene Brennstoffe wie Holzbriketts klimaschonender als fossile Energieträger, wie bspw. Kohle, zum anderen liegt ein weiterer Vorteil der Biomasse in der Schonung der endlichen fossilen Energieressourcen. Alle biogenen Brennstoffe lassen sich auf den Photosyntheseprozess als „Herstellungsverfahren“ zurückführen und sind somit erneuerbar („regenerativ“) (FNR, 2007). Insgesamt betrachtet kommt die Nutzung von Holzbriketts und Holzpellets somit nicht nur einem erhöhten Energie- und Heizbedarf zugute, sondern auch einer sachgerechten und wirtschaftlichen Entsorgung von Holzabfällen – und unserer Umwelt. Heute brikettiert man nicht nur Holz oder Braunkohle, sondern auch Materialien wie Papier, Biomasse, Baumwolle, Heu, Stroh, Riesen-Chinaschilf (Miscanthus x giganteus) und Stäube als regenerative Energiequellen.

Das Wort Brikett ist vom französischen Wort briquette abgeleitet und bedeutet soviel wie Ziegelstein (Verkleinerungsform brique = Ziegelstein). Es ist verwandt mit dem englischen Begriff brick für Ziegelstein und dem Wort break (u. a. der Bruch = das Bruchmaterial).

2 Holzbriketts im Vergleich zu anderen Energieträgern

Unter den Alternativen einer zukünftigen Energieversorgung ist die Ausgangslage für die Biomasse besonders günstig. Anders als bei den übrigen regenerativen Energieträgern, kann ihr Potenzial nahezu vollständig ausgenutzt werden, da sie sich in weitaus größerem Maß bedarfsgerecht einsetzen lässt. Bei der Biomasse wie Holzbriketts handelt es sich um chemisch gebundene und daher transportier- und speicherbare Sonnenenergie. Diese Energie ist nicht darauf angewiesen, dass das Energieangebot und die Energienachfrage jederzeit räumlich und zeitlich zusammentreffen müssen. Bei der solarthermischen oder geothermischen Wärmenutzung sind diese Vorteile nicht gegeben. Dadurch gilt die Biomasse, und somit auch Holzbriketts und Holzpellets, bei der Sicherung der zukünftigen Energieversorgung in Deutschland, als besonderer Hoffnungsträger. Ihr technisches Potenzial für eine energetische Nutzung ist erheblich (FNR, 2007).

2.1 Holzbriketts und Holzpellets im Vergleich zu Brennholz / Scheitholz / Kaminholz

Holzbriketts und Brennholz bzw. Kaminholz unterscheiden sich vor allem im Wassergehalt und in der Zusammensetzung des Brennstoffs, was den Heizwert beeinflusst, und in der Größe. Der Wassergehalt von lufttrockenem Holz schwankt in Mitteleuropa je nach Jahreszeit zwischen 10 und 20 %. Daraus resultiert ein Heizwert zwischen 14,5 (4,03 kWh/kg) und 16,5 MJ/kg (4,58 kWh/kg). Normgerechte Holzpresslinge, wie z. B. Holzbriketts, haben hingegen einen Wassergehalt von maximal 12 – 15 %. Dieser Wert liegt der in der Regel sogar niedriger, bei 7-10 % ( EN 14961-3, Kaltschmitt et. Al, 2009). Es ist bekannt, dass der Heizwert von Nadelholz etwas höher liegt als von Laubholz. Da Holzbriketts aus verschiedenen Holzarten bestehen können, mit oder ohne Rindenanteil, beeinflusst das zusätzlich den Heizwert. Dadurch, dass Holzbriketts jedoch einer bestimmten Norm unterliegen, unterscheidet sich der Heizwert zwischen Brennholz und Holzbriketts hauptsächlich durch den geringen Wassergehalt, der durch die effektive Vortrocknung des Holzes begründet ist. Der Heizwert von Holzbriketts (mit einem Wassergehalt von 10 %) liegt im Durchschnitt bei 18.760 kJ/kg (ca. 5,2 kWh/kg), wohingegen Buchenholz bei ca. 4 kWh/kg liegt (Technologie- und Förderzentrum TFZ, 2009).

Holzbriketts verbrauchen durch die gute Stapelbarkeit und den höheren Heizwert weniger Lagerplatz als Brennholz / Kaminholz. Zudem sind sie praktisch zu handhaben und, frei von Schädlingen und Insekten, auch sauber in Innenräumen zu lagern. Eine Tonne Holzbriketts kann bis zu 4 RM (Raummeter) Brennholz ersetzen. Verwendet werden Holzbriketts in Scheitholz-, Kachel- und Kaminöfen, alternativ zu Brennholz oder zum Beifeuern und auch in Zentralheizungen. Durch die hohe Energiedichte der Presslinge hält die Glut lange an und gibt für diesen Zeitraum Wärme an die Umgebung ab. Möchte man Holzbriketts als Kaminofenbetreiber verwenden ist anzumerken, dass Holzbriketts im Vergleich zum Brennholz ein anderes Bild ergeben. Das Feuerspiel ist vergleichsweise etwas geringer und durch den niedrigen Wassergehalt knacken sie auch nicht wie das Scheit- oder Brennholz.

2.2 Holzbriketts im Vergleich zu Erdöl, Erdgas und Kohle

Als biogener Brennstoff sind Holzbriketts im Vergleich zu Erdöl, Erdgas und Kohle klimaschonend.
Bei der energetischen Nutzung von Holzbriketts wird zwar ebenso Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, doch wurde diese Menge zuvor durch das Pflanzenwachstum der Atmosphäre entzogen und in der organischen Masse gebunden (FNR, 2011). Des Weiteren benötigen Holzbriketts einen geringeren Energieaufwand bei der Herstellung als Kohle oder bei der Aufbereitung von Erdöl oder Erdgas. Holzbriketts können zudem regional produziert werden. Die Brennstoffeigenschaften von Holzbriketts sind mit denen eines Braunkohlebriketts vergleichbar (DEPV, 2012). Dabei entspricht eine Tonne Holzbriketts einem Heizwert von ungefähr einer Tonne Braunkohle. Eine Tonne Holzbriketts entspricht einem ungefähren Heizwert von 4 RM (Raummeter) Brennholz oder 6 SRM (Stückraummeter) trockenem Brennholz, 3 FM (Festmeter) Rundholz, 500 Liter Heizöl, 500 Kubikmeter Erdgas oder eben einer Tonne Braunkohle. Im Vergleich haben Holzbriketts jedoch eine deutlich geringere Ruß- und Aschebildung, keinen Ölgeruch und sind frei von Stäuben. Einen erheblichen Preisvorteil haben Holzbriketts, wie aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich, vor allem gegenüber Heizöl.

Da Holzbriketts eine größere Dichte aufweisen als z. B. Brennholz und einen höheren Energiegehalt besitzen, benötigt man in Anbetracht der voluminösen Menge, weniger Briketts als Brennholz bzw. Kaminholz, um die gleiche Heizleistung zu erzielen.

Vergleicht man Holzbriketts mit den verschiedenen Brennstoffen wie Scheitholz/Brennholz, Heizöl, Erdgas und Kohle, können die folgenden Werte festgehalten werden: 1 Tonne Holzbriketts entspricht einem Heizwert von ca.

  • 4 Raummeter (RM) trockenem Brennholz/Kaminholz,
  • 6 Schüttraummeter (SRM) trockenem Brennholz/Kaminholz,
  • 500 Liter Heizöl,
  • 500 m³ Erdgas,
  • 1 Tonne Braunkohle und
  • 1 Tonne Holzpellets.

3 Überblick gängiger Holzbriketts-Arten

Das Sortiment an verschiedenen Arten von Holzbriketts ist mittlerweile auf ein vielfältiges Angebot gestiegen. So werden Holzbriketts beispielsweise in Hartholzbriketts, Weichholzbriketts, Mischholzbriketts und Rindenbriketts unterschieden. Unterschiede in der Qualität von Holzbriketts ergeben sich vor allem aufgrund unterschiedlicher Rohstoffe, aber auch durch unterschiedliche Pressverfahren und Presslingsformen. Differenzen von Holzbriketts bestehen in den brennstofftechnischen Eigenschaften (Wasser-, Aschegehalt und Heizwert), der chemischen Zusammensetzung (Haupt- und Spurenelemente) und den Eigenschaften in physikalischer Hinsicht (Abriebfestigkeit und Teilchendichte), was eine unterschiedliche Wirkung auf das Brennverhalten zur Folge hat (TFZ, 2011). In den folgenden Abschnitten werden einige dieser Eigenschaften von Holzbriketts mit ihren Vor- und Nachteilen erörtert.

3.1 Unterscheidung der Holzbriketts-Eigenschaften durch die Holzart

Je nach Art des verwendeten Holzes weisen die Holzbriketts unterschiedliche Merkmale auf. Zu nennen sind die Brennstoffzusammensetzung, der Aschegehalt, der Wassergehalt und der daraus resultierende Heizwert der Holzbriketts. Der Heizwert benennt den Energieinhalt einer bestimmten Menge an Festbrennstoffen. Hartholz weist allgemein einen etwas geringeren Heizwert auf als Weichholz (TFZ, 2011). Die Einteilung von Baumarten in Hart- und Weichhölzer erfolgt nach der Darrdichte des Holzes, d. h. der Rohdichte von trockenem Holz bei 0 % Holzfeuchte. So werden Hölzer mit einer Darrdichte unter 0,55 g/cm³ als Weichholz bezeichnet und Hölzer mit einer Darrdichte über 0,55 g/cm³ als Hartholz. Hartholz ist durch einen großen Anteil an Fasern und seine enge Gefäßstruktur in der Beschaffenheit festes und schweres Holz. Harte Hölzer wachsen im Allgemeinen langsam. Beispiele für Hartholzbaumarten sind überwiegend Buche, Eiche und Esche. Weichholz ist demzufolge ein leichteres Holz mit einem niedrigen spezifischen Gewicht. Weiche Hölzer wachsen in der Regel schnell. Zu den Weichhölzern zählen fast alle Nadelgehölze und Baumarten wie Weide und Pappel (FNR, 2007, Nikol, 2001).

3.1.2 Aschegehalt von Holzbriketts

Der Aschegehalt wird durch Berechnung aus der Masse des Rückstandes bestimmt. Von allen biogenen Festbrennstoffen besitzt Holz einschließlich der Rinde mit ca. 0,5 % der Trockenmasse (TM) den geringsten Aschegehalt. Mögliche Überschreitungen dieses Wertes sind auf Verunreinigungen wie z. B. anhaftende Erde zurückzuführen.

Der Aschegehalt eines Brennstoffs hat erhebliche Auswirkungen auf die Umweltbelastungen (Schadstoffemissionen) und die technische Auslegung einer Feuerungsanlage. Mit zunehmendem Aschegehalt steigt der Aufwand für die Entaschung und Reinigung. Ebenso steigt der Entsorgungsaufwand der anfallenden Verbrennungsrückstände. Die Asche von Holzbriketts besteht vorwiegend aus Kalzium (Ca), Magnesium (Mg), Kalium (K), Phosphor (P) und Natrium (Na) und kann daher unter bestimmten Bedingungen als Dünger (vgl. Kap. 7) verwendet werden (Kaltschmitt et. Al, 2009).

Im Vergleich hat Weichholz, wie bspw. Fichte (mit Rinde), einen Aschegehalt von 0,6 %, wohingegen bei Hartholz, wie z. B. der Buche (mit Rinde), der Aschegehalt 0,5 % beträgt. Damit ist ein sehr geringer Unterschied der beiden Holzarten zu verzeichnen. Reine Rinde (Nadelholz) hat hingegen einen viel höheren Aschegehalt von 3,8 %.

3.1.3 Wassergehalt von Holzbriketts

Der Wassergehalt von Holzbriketts ist die wesentliche Einflussgröße, die den Heizwert biogener Festbrennstoffe bestimmt. Wasserfreie Biomasse kommt in der Natur praktisch aber nicht vor. Deshalb verdunsten beim Verbrennen stets mehr oder weniger große Mengen an Feuchtigkeit – so auch bei Holzbriketts. Die hierfür benötigte Wärme wird der dabei freigesetzten Energie entnommen und mindert dadurch die Nettoenergieausbeute. Dies geschieht allerdings nur, wenn keine Rückkondensation des entstandenen Wasserdampfes im Abgas durch eine Abgaskondensationsanlage realisiert wird. In der Praxis wird oft fälschlicherweise angenommen, dass mit der Trocknung des Brennstoffs eine proportional zum Heizwert steigende Netto-Energiemenge zur Verfügung steht. Tatsächlich ist der Gewinn an Brennstoffenergie jedoch relativ gering, da mit der Trocknung nicht nur der Heizwert steigt, sondern auch die Gesamtmasse an Brennstoff sinkt (FNR, 2007).

Typische Wassergehalte von Brennstoffen wie Holzbriketts bestimmen sich durch die Brennstoffart und den Zeitpunkt der Ernte. Bei luftgetrocknetem Holz oder Stroh kann von Wassergehalten zwischen 12 und 20 % ausgegangen werden. Daraus resultiert ein Heizwert zwischen 3,61 und 4,44 kWh/kg. Bei waldfrischem Holz, Rinde oder Holz aus Kurzumtriebsplantagen kann der Wassergehalt auch bei 50 % und mehr liegen. Entsprechend geringer ist dann der Heizwert. Der Wassergehalt der Festbrennstoffe schwankt bezogen auf die gesamte Masse zwischen 10 und 65 % (FNR, 2007). Normgerechte Holzbriketts nach EN 14961-3 haben einen vergleichsweise geringen Wassergehalt, je nach Eigenschaftsklasse von 12 bis 15 %.

3.1.4 Brennstoffzusammensetzung (Brennstoffart)

Im Rahmen der europäischen Normungsaktivitäten für Biomasse-Festbrennstoffe wurde ein einheitliches Kennzeichnungssystem entwickelt. Darin sind die möglichen Herkunftsmerkmale eines Brennstoffs mittels eines Klassifizierungsschemas definiert. Vier Hauptgruppen werden unterschieden:

  • holzartige Brennstoffe,
  • Halmgut und krautartige Brennstoffe,
  • Biomasse von Früchten und
  • definierte und undefinierte Mischungen.

Bei den Holzartigen Brennstoffen wird unterschieden in:

  • Wald- und Plantagenholz (Vollbäume, Stammholz, Waldrestholz, Stümpfe, Rinde und holzartige Biomasse aus der Landschaftspflege,
  • Industrierestholz (chemisch unbehandelte Holzrückstände, chemisch behandelte Holzrückstände, Faserige Abfälle aus der Zellstoff- und Papierindustrie),
  • Gebrauchtholz (chemisch unbehandeltes Holz, chemisch behandeltes Holz) und
  • Mischungen

(Kaltschmitt et. Al, 2009).
Je nach Brennstoffart sind der molekulare Aufbau (z. B. Anteil der Cellulose und des Lignins) und die Elementarzusammensetzung (z. B. Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff) verschieden und wirken sich dementsprechend auf den Heizwert aus.

3.2 Unterscheidung nach dem Heizwert

3.2.1 Heiz- und Brennwert von Holzbriketts und Holzpellets

Unter dem Heizwert wird die Wärmemenge verstanden, die bei der vollständigen Oxidation ohne Berücksichtigung der Verdampfungswärme des im Abgas befindlichen Wasserdampfes freigesetzt wird. Der Brennwert hingegen schließt die Kondensationswärme (Verdampfungswärme) ein. Früher wurde der Heizwert deshalb auch als „unterer“ und der Brennwert als „oberer“ Heizwert bezeichnet. Die Kondensationswärme bei einer Feuerungsanlage zur Wärmebereitstellung kann nur dann sinnvoll genutzt werden, wenn sowohl das Wärmenutzungssystem auf ein ausreichend niedriges Temperaturniveau, als auch die Konversionsanlage sowie das Kaminsystem für den Anfall von Kondensat ausgelegt sind (z. B. beim Brennwertkessel). Dies trifft allerdings im Regelfall für Anlagen zur Nutzung biogener Festbrennstoffe (bspw. Holzbriketts) bisher nicht zu. Für die Beurteilung der Energiemenge, die im Brennstoff chemisch gebunden ist, charakterisiert der Heizwert damit die maßgebliche Bestimmungsgröße (Hartmann in Kaltschmitt et. al, 2009).

Insgesamt betrachtet liegt Nadelholz (Weichholz) beim Heizwert ca. 2 % höher als Laubholz (Hartholz). Die Nadelholzrinde liegt sogar weitere 2 % höher, was auf einen höheren Ligningehalt und einen zum Teil erhöhten Gehalt an Holzextraktstoffen (z. B. Harze, Fette) der Nadelhölzer zurückzuführen ist (FNR, 2007).

3.2.2 Unterschiede zwischen Weichholzbriketts oder Hartholzbriketts

Die Erfahrungen beim Vergleich zwischen Weich- und Hartholz aus der Brennholznutzung können nicht konsequent auf die Bewertung von  Weichholzbriketts und Hartholzbriketts übertragen werden. Brennholz z. B. wird nach Volumen berechnet, Holzbriketts und Holzpellets nach Gewicht. Fichte hat aufgrund der chemischen Zusammensetzung einen höheren Heizwert als Buche. Das heißt, Buche ist zwar aus der Erfahrung das „bessere“ Brennholz, hat jedoch pro Kilogramm Masse einen geringeren Heizwert als Fichte. Daraus lässt sich schließen, dass ein Kilo Holzbriketts aus Fichtenspänen ( Weichholzbriketts ) effektiver heizen als ein Kilo Holzbriketts aus Buche ( Hartholzbriketts ). Fichte kann auch aufgrund des hohen Harzanteils dichter gepresst werden und ist somit einfacher zu handhaben. Bei der Herstellung von Hartholzbriketts ist zu erwähnen, dass diese ca. 20 % mehr Energie benötigen als Weichholzbriketts (FNR, 2007).

Sind die Holzbriketts auf der Grundlage von Baumrinde erstellt (sog. Rindenbriketts), erreichen sie ein langes Abbrand- und Glutverhalten (Herrmann et. al., 2011). Sie haben einen durchschnittlichen Brennwert von 5,3 kWh/kg. Da Holzbriketts aus Rinde vergleichsweise kostenintensiv sind, eignen sie sich aufgrund ihrer guten Brenndauer und Gluteigenschaften besonders zum Beimischen oder Gluthalten. Sie können die Wärme bis zu 12 Stunden halten, auch wenn das Feuer erloschen ist. Es wird daher empfohlen, einen Teil Rinden-Holzbriketts mit zwei Teilen normalen Holzbriketts zu mischen (Krolkiewicz et al., 2009). In Kaminöfen sind Rindenbriketts allerdings nicht zulässig.

3.3 Unterscheidung der Holzbriketts nach Herstellungsart & Form

Die Bindemechanismen der Pelletierung und Brikettierung beruhen auf der Herstellung einer formschlüssigen Bindung durch Vernetzung von Fasern und auf der Bildung von Festkörperbrücken. Dies geschieht durch die verklebende Wirkung von Inhaltsstoffen wie Eiweiß, Pektin, Wachs und Stärke (FNR, 2007). Bei der Brikettierung von Holzbriketts wird zerkleinertes Rohmaterial, wie z. B. Holzspäne, unter sehr hohem Druck komprimiert. Durch die dabei entstehende Reibung wird Wärme freigesetzt, welche die Bindungskräfte zwischen den Teilchen der Holzbriketts aktiviert. Eine Zugabe von Bindemitteln ist daher bei der Brikettierung von Holzbriketts und Pellets meist nicht notwendig. Die Brikettierung von Biomasse wie Holzbriketts kann entweder nach dem Strangpress- oder dem Presskammerverfahren erfolgen.

3.3.1 Strangpressverfahren von Holzbriketts

Bei den Strangpressen werden vorwiegend sogenannte Kolbenstrangpressen eingesetzt. Dabei wird das zu verpressende Material zum Teil vorverdichtet und in einen zylindrischen Presskanal eingeführt. In diesem bewegt sich ein Kolben hin und her, der mechanisch durch einen mit Schwungmassen versehenen Kurbeltrieb oder hydraulisch angetrieben wird. Das zugeführte Material wird gegen das bereits verdichtete gedrückt. So entsteht ein Materialstrang, der im Rhythmus der Kolbenstöße aus dem Pressraum austritt. Durch Reibung und Druck (bis ca. 1.200 bar) kommt es zu einer starken Aufheizung des Presslingsstranges. Eine gezielte Kühlung ist daher erforderlich. Bei größeren Brikettieranlagen für Holzbriketts dient dazu ein Kühlwasserkreislauf durch spezielle Kühlkanäle. Ergänzend wird der austretende Holzbriketts-Strang über eine nachgeschaltete Auskühlschiene geleitet, an dessen Ende der Strang auf eine vorgegebene Länge zugeschnitten bzw. gebrochen wird. Je nach Abmessung werden die Holzbriketts so entweder als Schütt- oder Stapelgut erzeugt (Hartmann u. Witt in Kaltschmitt et. al, 2009).

Die Durchmesser der Holzbriketts betragen zwischen 40 und 100 mm, häufig auch zwischen 50 und 70 mm. Es lassen sich sowohl Holzbriketts mit rundem Querschnitt als auch eckige Formen mit oder ohne abgerundete Kanten herstellen. Hierfür ist die Querschnittsform des Formkanals verantwortlich. Daher ist mit den Kolbenstrangpressen prinzipiell auch die Herstellung von Pellets möglich (Hartmann u. Witt in Kaltschmitt et. al, 2009).

Zu den Strangpressen gehören auch die Extruderpressen. Die Brikettierung der Holzbriketts erfolgt hierbei durch eine Schneckenverdichtung. Das heißt, das Rohmaterial wird mit einer Schnecke durch ein Werkzeug befördert und zusätzlich hoch erhitzt. Der Holzbriketts-Pressling erhält seine Form durch die Wahl der Öffnung am Extruderkopf. Mit Mehrfachöffnungen lassen sich somit neben Holzbriketts auch Pellets erzeugen. Bei diesem Verfahren entstehen durch den überaus hohen Druck qualitativ hochwertige Holzbriketts mit einem sehr hohen Heizwert. Aufgrund der höheren Verformbarkeit ist der Energieaufwand gegenüber den Kolbenstrangpressen jedoch höher. Daher werden diese Pressen nur selten für die Herstellung von Holzbriketts und Pellets eingesetzt (Hartmann u. Witt in Kaltschmitt et. al, 2009).

Die runden Holzbriketts können mit und ohne Loch gefertigt werden. Beim Verbrennen dehnen sich diese Art von Holzbriketts an den Stoßstellen leicht aus, wodurch sich die Oberfläche vergrößert und die Wärmeabgabe, die Flammdauer und das Flammspiel intensiver sind.
Der Effekt bei Holzbriketts mit (Zug)Loch ist, dass sich Holzbriketts besser anzünden lassen und optimaler verbrennen. Holzbriketts ohne Loch haben eine etwas längere Brenndauer. Beide Varianten der Holzbriketts haben jedoch insgesamt eine lange Brenndauer und wenig Aschebildung.

3.3.2 Holzbriketts im Presskammerverfahren

Im Gegensatz zu den Strangpressen erfolgt die Verdichtung der Holzbriketts beim Presskammerverfahren schrittweise. Das zu verpressende Material, wie z. B. Hobelspäne, wird vorverdichtet und dann der eigentlichen Presskammer zugeführt. Diese besteht hier aus einer festen Form mit nicht veränderbaren Abmessungen, in die das Material der Holzbriketts meist hydraulisch eingepresst wird. Nach Abschluss des Pressvorgangs werden die Holzbriketts ausgestoßen, um die weitere Befüllung zu ermöglichen. Die entstehenden Holzbriketts-Presslinge haben in der Regel einen rechteckigen Querschnitt und sind gut stapelbar und platzsparend zu lagern. Bei der Herstellung von Holzbriketts im Presskammerverfahren sind geringere Reibungskräfte zu überwinden als beim Verfahren mit Strangpressen. Der spezifische Energiebedarf mit ca. 20 kWh/t ist daher relativ niedrig. Aufgrund der geringen Aufheizung der Holzbriketts kann zudem auf eine aufwändige Kühleinrichtung verzichtet werden. Die Durchsatzleistung und die Abriebfestigkeit der Holzbriketts sind jedoch etwas geringer als bei den Strangpressen (Hartmann u. Witt in Kaltschmitt et. al, 2009).

Die bekanntesten Holzbriketts im Presskammerverfahren sind die sogenannten „RUF-Holzbriketts“ (Brikettpressprinzip des Herstellers RUF) in quaderähnlicher Form. Brikettieranlagen von RUF z. B. pressen die Holzbriketts einzeln. Dabei erzeugen sie einen sehr hohen hydraulischen Druck von 1.711 kg/cm². Das im Holz enthaltene Lignin verflüssigt sich dadurch und verbindet die Späne in Form des Holzbriketts (http://www.ruf-brikett.de, 2013). Die Qualität der Holzbriketts bestimmt sich durch die Beschaffenheit des Rohmaterials und des gesamten Fertigungsprozesses, von der Lagerung und Trocknung der Späne bis zur Verpackung. Auszeichnend für diese Holzbriketts ist ebenso die Platzsparsamkeit durch einfaches Stapeln. Beim Verbrennen behalten diese Holzbriketts sehr gut ihre Form, sie dehnen sich nicht aus und zerfallen nur wenig. Die Anforderungen an die Qualität aller Arten von Briketts regelt die EN-14961-3.

Für jedes verschiedene Material gibt es eine passende Presse für Holzbriketts oder Pellets auf dem Markt. Damit können von feinstem Staub, über Säge- und Hobelspäne bis hin zu Hackschnitzeln, verschiedenste Holzreste und Biomasse mit gleich bleibender Qualität verarbeitet werden. Liegt der Wassergehalt unter 15 %, können auch andere organische Reststoffe wie Miscanthus und Stroh zu handlichen Briketts unterschiedlicher Form verpressen.

Ein weiterer Aspekt ist das Format der Holzbriketts. Neben der klassischen Rechteckform können auch andere praktische Brikettformate produziert werden, neu ist die Triplex-Form des Herstellers RUF. Vorteil der rechteckigen Holzbriketts ist unter anderem die gute Stapelbarkeit.

3.4 Deutsche und europäische Normen von Holzbriketts

Es bestehen verschiedene Normen für Holzbriketts und Holzpellets. Allerdings besteht keine Pflicht für die Holzbriketts-Hersteller, sich nach diesen zu richten. Für Holzbriketts gilt in Deutschland seit September 2011 die europäische Norm EN 14961-3, für Holzpellets die EN 14961-2. Mit diesen Normen werden europaweite Qualitätsanforderungen an Holzbriketts und Holzpellets gestellt. Für den häuslichen Gebrauch kommen zur Anwendung Teil 3: „Feste Biobrennstoffe – Brennstoffspezifikationen und -klassen – Holzbriketts für nichtindustrielle Verwendung“ und Teil 2: „Holzpellets für nichtindustrielle Verwendung“. Bis September 2011 waren in Deutschland Anforderungen und Prüfungen für unbehandelte Holzbriketts und Holzpellets in der DIN 51731 geregelt. Jeder Hersteller der seine Holzbriketts mit dem DIN- bzw. EN-Zeichen zertifizieren möchte, muss sich dieses Zertifikat von einer zugelassenen Prüfstelle einholen.

3.5 Qualitätsunterschiede bei Holzbriketts und Pellets

Größere Qualitätsunterschiede zeigen sich häufig bei Holzbriketts, aber auch bei Pellets meist bei der Importware. Diese kann, beeinflusst durch den günstigen Einkauf der Importeure, von minderer Qualität sein. Verunreinigungen der Holzbriketts durch umweltgefährliche Bindemittel schädigen bei der Verbrennung die Gesundheit des Menschen. Ebenso wirken sich eine geringe Materialdichte und schlechte Lagerung der Holzbriketts und Pellets nicht zuletzt auch auf die Finanzen des Verbrauchers aus. Auch der zurückgelegte lange Weg mit dem Lkw reduziert erheblich die Vorteile der Umweltverträglichkeit. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, dass die Holzbriketts oder Holzpellets möglichst mit dem DINplus- oder seit 2013 mit dem ENplus-Zertifikat versehen sind und der EN 14961-3 entsprechen. Stammen sie aus der Region, ist das noch ein zusätzlicher Pluspunkt.
Ein weiterer Aspekt ist die Bekämpfung des Handels mit illegalem Holz, welches unter anderem der Brikettherstellung dienen kann. Das EU-Parlament hat eine Verordnung (Nr. 995/2010) zur Bekämpfung des Handels mit illegalem Holz in der EU erlassen, um damit den unkontrollierten Raubbau in den Exportländern zu stoppen. Laut EU-Verordnung ist der Import von „bedrohtem Holz“ bereits heute verboten. Angewendet wird diese Verordnung in Deutschland seit 03. März 2013. Importeure müssen nun nachweisen können, dass es sich um Holz von Bäumen handelt, die im Ursprungsland unter den dort geltenden gesetzlichen Bedingungen geschlagen wurden. Liegt dieser Nachweis vor, steht einer Einfuhr in die EU nichts im Wege. Die Durchführung wird mittels einer Anpassung des Holzhandels-Sicherungs-Gesetzes durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) geregelt. Anfang April 2013 werden diese Änderungen voraussichtlich in Kraft treten. Ebenso werden Straf- und Bußgeldvorschriften angeglichen.

Erkennungsmerkmal guter und preisgerechter Holzbriketts und Pellets aus regionaler Produktion ist ein Beipackzettel und eine zertifizierte und genormte Qualität.

4 Einsatzmöglichkeiten von Holzbriketts und Pellets

Gemäß Änderung der 1. BImSchV dürfen nach § 3 Brennstoffe, außer stückigem und naturbelassenem Holz, auch Presslinge aus naturbelassenem Holz (Holzbriketts, Holzpellets) als Brennstoff verwendet werden (Herrmann et. al., 2011). Die nach der EN 14961-3 hergestellten Holzbriketts können in Öfen, Kaminen bzw. Feuerungsstätten, Herden, Raumheizern und mehrfach befeuerbaren Saunaöfen verwendet werden. Holzfeuerungen für naturbelassene Holzbrennstoffe mit weniger als 1000 kW Nennwärmeleistung können dabei ohne emissionsschutzrechtliche Genehmigung errichtet werden (FNR, 2007).

4.1 Holzbriketts in Feuerstätten für feste Brennstoffe

Eine Feuerstätte ist eine bauliche und ortsfeste Einrichtung zur Erzeugung von Wärme durch Verbrennen fester, flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe. Sie ist an eine Abgasanlage angeschlossen. Handwerklich erstellte Feuerstätten sind nach den Technischen Fachregeln für den Ofen- und Luftheizungsbau und nach der DIN 18896 zu bauen (Herrmann et. al., 2011). Unterschieden wird in handbeschickte Feuerungsstätten und automatisch beschickte Feuerungen. Holzbriketts werden hauptsächlich in Holzöfen eingesetzt und ersetzten dort vor allem das alt bekannte Brennholz bzw. Kaminholz. Vorteile liegen bei der einfachen Handhabung, der komfortablen Lagerung und der längeren Brenndauer. Diese handbeschickten Feuerungsanlagen für Holzbriketts werden hauptsächlich in privaten Haushalten genutzt und sind im Folgenden beschrieben.

4.1.1 Holzbriketts in offenen und geschlossenen Kaminen

Der offene Kamin besitzt einen zum Wohnraum hin offenen Feuerraum. An seiner Rückwand und den Seitenwänden ist er ummauert. Er wird mit vorgefertigten Schamotte-Bauteilen oder mit Hilfe eines Fertigbauteils errichtet. Eine definierte und gestufte Verbrennungsluftzufuhr ist nicht möglich. Um einen Gasaustritt in den Wohnbereich zu vermeiden, wird die Feuerung mit einem sehr hohen Luftüberschuss gefahren. Die Verbrennungsluft wird dabei aus dem Wohnraum entnommen. In einigen Fällen wird zusätzliche Außenluft über Luftkanäle zugeführt. Der Hauptnutzen offener Kamine besteht in der Wohnwertsteigerung. Die Wärme fällt größtenteils über die Abstrahlung an. Aufgrund der hohen Luftmenge erhält man relativ niedrige Verbrennungstemperaturen und damit einen niedrigen Wirkungsgrad und höhere Schadstoffemissionen. Eine Verwendung als ständiges Heizsystem auch mit Holzbriketts ist daher in Deutschland unzulässig. In vielen Siedlungsgebieten wurden für offene Kamine und z. T. auch für andere Einzelfeuerstätten Verbrennungsverbote ausgesprochen (Nussbaumer u. Hartmann in Kaltschmitt et. Al, 2009).

Geschlossene Kamine haben hingegen einen Einsatz mit selbständig schließender Glastür oder einer Glasscheibe. Diese Bauform besitzt somit einen geschlossenen Feuerraum, wodurch die Verbrennungsluftzufuhr kontrolliert werden kann. Dies hat den Vorteil des Anstiegs der Feuerraumtemperatur mit einer einhergehenden deutlichen Steigerung des Wirkungsgrades und der Verbrennungsqualität. Die Wärme geschlossener Kamine wird größtenteils durch Abstrahlung abgegeben. Einige Kamine sind aber auch mit Konvektionskanälen und Warmluftröhren ausgestattet, über die warme Luft abgeleitet wird. Dadurch ist eine Wärmeabgabe an benachbarte Räume möglich (FNR, 2007).

4.1.2 Holzbriketts in Zimmeröfen

Im Unterschied zu offenen und geschlossenen Kaminen sind Zimmeröfen (Einzelöfen) frei im Wohnraum stehende, meist gusseiserne Einzelfeuerstätten. Weitere Varianten gibt es auch mit Kachel- oder Specksteinhülle. Der Brennstoff wir Holzbriketts wird durch die obere, von meist drei Türen, in den Feuerraum gegeben. Im unteren Bereich ist der Feuerraum zum Teil ausschamottiert. Die durch den Rost gefallene Asche der Holzbriketts wird im Aschekasten aufgefangen. Dieser kann dann durch die untere Tür zur Entleerung abgezogen werden. Die Zimmeröfen arbeiten in der Regel nach dem Durchbrandprinzip, d. h. die Verbrennungsluft wird durch den Rost und somit durch die gesamte Brennstoffschichtung geführt. Der Anteil der von oben zugegebenen Luftmenge kann oft durch manuelle Klappen oder Schieber eingestellt werden. So überwiegt die Oberluftmenge, die als Sekundärluft dient. Bei einfachen Ausführungen wird der Abbrand durch Drosselung der Gesamtluftzufuhr über einen Schieber oder eine Rosette in der Entaschungstür geregelt (FNR, 2007).

4.1.3 Holzbriketts in Kaminöfen

Der Kaminofen ist die moderne Variante des Zimmerofens und kann ebenfalls frei im Wohnraum aufgestellt werden. Eine Nutzung von Holzbriketts ist problemlos möglich. Er besitzt eine im Betrieb luftdicht verschlossene Tür mit Sichtscheibe. Das Verbrennungsprinzip kommt dem des Zimmerofens gleich. Nur dient die Oberluft (Sekundärluft) hier zusätzlich als „Spülluft“. Sie wird von oben entlang der Sichtscheibe zugeführt, um eventuelle Ruß- oder Staubablagerungen an der Scheibe zu verhindern. Wie Zimmeröfen geben Kaminöfen einen großen Teil ihrer Wärme über Abstrahlung ab. Aufgrund ihrer geringen Masse ist allerdings eine nur geringe Wärmespeicherung möglich. Bei der Aufstellung der Kaminöfen sind bei brandgefährdeten Wänden bestimmte Mindestabstände einzuhalten. Bei brennbaren Fußböden sind Feuerschutz-Bodenplatten mit bestimmten Abmessungen nötig. Diese Regeln sind bundesweit verschieden, daher ist eine Abstimmung mit dem zuständigen Kaminkehrer erforderlich. Mit Holzbriketts gefeuerte Kaminöfen werden bevorzugt in der Übergangszeit oder als Zusatzheizung verwendet. Die Nachlegeintervalle sind kurz, da nur immer eine Lage Brennstoff bzw. Holzbriketts eingebracht wird (FNR, 2007, SMUL , 2012 ).

4.1.4 Holzbriketts in Speicheröfen

Ein besonderes Merkmal von Speicheröfen besteht in der großen Speichermasse für die erzeugte Wärme. Die heißen Gase werden in gemauerten Zügen durch diese Speichermasse geleitet. Diese besteht hauptsächlich aus Zementputz, Kacheln, Ton, Schamotte oder Speckstein. Gebräuchlich sind auch die Begriffe Kachelofen, Kachelgrundofen, Grundofen und Specksteinofen. Die Wärme wird über die relativ große Oberfläche als Strahlungswärme abgegeben, womit die Oberflächentemperatur relativ niedrig ist; zwischen 80 und 130 °C bei einem mittleren Kachelofen. Je nach Wandstärke beträgt die Wärmeabgabe zwischen 0,7 und 1,2 kW/m². Trotz der heute üblichen Verwendung von industriell vorgefertigten Bauteilen bleibt diese Ofenbauart eine mit hohem handwerklichem Aufwand, vom Ofensetzer vor Ort zu errichtende gemauerte Feuerung. (FNR, 2007, Nussbaumer u. hartmann in Kaltschmitt et. al, 2009). Speicheröfen können mit Holzbriketts genutzt werden.

4.1.5 Holzbriketts in Küchenherden

Wenngleich die Zahl der neu installierten Küchenherde stark rückgängig ist, zählen sie immer noch zu den bedeutendsten Bauarten bei Einzelfeuerstätten und eignen sich hervorragend für die Nutzung von Holzbriketts. Die Herde können auf Koch- bzw. Heizbetrieb umgestellt werden. Damit im Kochbetrieb das Feuer möglichst nahe an der Herdplatte brennt, ist der Koch-Feuerraum niedrig („Flachfeuerung“). Die Rosthöhe ist entsprechend hoch eingestellt. Soll im Winter geheizt werden, kann der Rost heruntergeklappt werden, so dass der gesamte Füll- bzw. Feuerraum über dem darunter liegenden zweiten Rost genutzt werden kann. Die Heizleistung verdoppelt sich infolge der vergrößerten Wärmetauschflächen. Über entsprechende Klappen lässt sich sogar eine ggf. vorhandene Backröhre aufheizen (FNR, 2007). Die Nutzung von Holzbriketts, Brennholz bzw. Kaminholz in Küchenherden bietet sich an, da Holzbriketts schnell Wärme zum Kochen abgeben können.

Die Art der zu wählenden Holzbriketts entscheidet sich bei Öfen grundsätzlich nach der Größe des Brennraums. Pelletöfen sind für Holzbriketts nicht geeignet, da diese in ihrer Größe nicht den technischen Eigenschaften entsprechen. Im Gegensatz zu manuell beschickten Feuerungen eignen sich automatisch beschickte Feuerungen besonders für Hackschnitzel, Späne, Holz- oder Industriepellets.

4.2 Holzbriketts im Holzvergaserkessel

Neben der Verbrennung kann feste Biomasse, also auch Holzbriketts, über eine thermo-chemische Umwandlung zunächst in einen Sekundärenergieträger umgewandelt werden. Dieser hat Vorteile bezüglich der Handhabung und der weitergehenden Konversionsmöglichkeiten in End- bzw. Nutzerenergie (z. B. Wärme, Strom, Kraftstoffe). Dabei laufen grundlegend die gleichen Umwandlungsprozesse ab, die auch bei der Verbrennung der Holzbriketts stattfinden. Die einzelnen Stufen der thermo-chemischen Umwandlung werden jedoch räumlich und zeitlich voneinander getrennt realisiert. Für die Heizkessel (Holzvergaserkessel) können grundsätzlich alle Holzbriketts eingesetzt werden. Bei Vorhandensein eines Pufferspeichers kann auch auf günstigere Holzbriketts zurückgegriffen werden. Ansonsten ist die Art der Holzbriketts entsprechend den Anforderungen an die Brenndauer auszuwählen.

5 Transport & Lagerung von Holzbriketts

Der Transport von Biomasse, also auch Holzbriketts und Pellets, außerhalb der Land- und Forstwirtschaft erfolgt meistens mit Hilfe von Lkw. Das zulässige Gesamtgewicht eines Lastzuges darf dabei nicht überschritten werden (in Deutschland bis 44 t).

  • Eine gerechte Lagerung biogener Brennstoffe wie Holzbriketts und Holzpellets verhindert das Eintreten verschiedener Risiken wie
  • Substanzabbau durch biogene Prozesse (Verlustrisiko),
  • Selbstentzündung (Brandrisiko),
  • Pilzwachstum und Pilzsporenbildung (Gesundheitsrisiko),
  • Geruchsbelästigung (Umweltrisiko) und
  • Wiederbefeuchtung bzw. Umverteilung des Wassergehaltes (Qualitätsrisiko)

(Hartmann in Kaltschmitt et. al, 2009).

Für Holzbriketts besteht hauptsächlich die Gefahr der Selbstentzündung, des Pilzwachstums und der Pilzsporenbildung sowie der Wiederbefeuchtung. Eine Maßnahme zur Vermeidung dieser Risiken ist vor allem der Schutz der Holzbriketts vor Feuchtigkeit. Als Lagerorte für Holzbriketts sollten Innenräume ausgewählt werden, wie beispielsweise trockene Kellerräume, Garagen oder kleine Lagerräume im Wohnbereich. Holzbriketts lassen sich schnell und einfach stapeln und sind daher sehr platzsparend unterzubringen. Die Lagerung der Holzbriketts ist sauber und verursacht keinen Kohlenstaub oder Heizölgeruch. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Lagerräume frei von Feuchtigkeit sind. Bei Kontakt mit Wasser, Regen, Morgentau oder Nebel kann die ursprünglich geringe Restfeuchte der Holzbriketts deutlich ansteigen, was sich zusätzlich negativ auf den Heizwert und die Emissionsgase auswirkt. Bei direktem Kontakt mit Wasser quellen die Holzbriketts auf und werden unbrauchbar.

Informationen über die Bestimmungen bei der Lagerung größerer Mengen von Holzbriketts oder Holzpellets in Wohn- und Dachräumen erteilt die örtliche Feuerwehr und sind auch in den gegebenen Brandschutz-Verordnungen des jeweiligen Bundeslandes zu finden.

6 Richtiges Anzünden und Dosierung von Holzbriketts

Beim Anzünden von Holzbriketts ist es wichtig, dass am Ort der Verbrennung die notwendigen hohen Temperaturen rasch erreicht werden. Dadurch wird eine möglichst vollständige Verbrennung aller Reaktionsprodukte der Holzbriketts erreicht. Holzbriketts müssen brennen und nicht nur glimmen, da sie sonst nicht die erwünschte Temperatur erreichen und somit auch keine Hitze abgeben.

Dazu ist es wichtig, dass genügend Sauerstoff hinzugefügt wird. Dies wird durch Öffnen aller Luftklappen beim Anzünden erreicht. Bei zu geringer Luftzufuhr entsteht eine Glanzrussanhaftung und es verschlechtern sich erheblich die Abgaswerte. Wenn zu wenig Sauerstoff in den Verbrennungsraum gelangt und durch das Glutbett die Holzbriketts weiter ausgasen, können die Holzgase im Verbrennungsraum nicht zünden und gehen unverbrannt in den Schornstein. Außerdem werden die Holzbriketts nicht richtig ausgenutzt, da es nicht vollständig und mit zu geringer Wärmeabgabe verbrennt. Daher ist es wichtig, auch nach Anzünden der Holzbriketts ab und an die Luftzufuhr zu regeln. Nach Abbrand der ersten Holzbriketts und Entstehung eines Glutbetts sollten neue Holzbriketts nachgelegt werden oder die Luftzufuhr gemäß Betriebsanleitung auf ein Minimum reduziert werden, um die Glut zu halten. Das Nachlegen der Brennstoffmenge sollte bewusst gewählt werden, da jeder höhere Grad an Raumtemperatur 5 bis 7 % mehr Heizenergie kostet. Als Fazit sollte eher weniger und dafür öfter nachgelegt werden.

Als Beispiel für die Kaminofenanfeuerung liefert das Anzünden von oben gegenüber der traditionellen Methode, bei der das Material von unten entzündet wird, die besten Ergebnisse (TFZ, 09/2012). Dabei geht man wie folgt vor:

  • zwei bis drei Holzbriketts nebeneinander auf den Feuerraumboden legen,
  • Anzünder oben auf die Holzbriketts legen,
  • Anzündhölzchen (ca. 4 bis 6 Holzstäbchen) kreuzweise darauf stapeln,
  • Sicherstellen, dass alle Luftklappen vollständig offen sind, auch die Klappe im Abgasverbindungsstück, falls vorhanden,
  • den auf den Holzbriketts liegenden Anzünder entzünden,
  • nach der Zündung, wenn die Verbrennung im vollen Gang ist, die Primärluft (Rostluft oder Primärluftklappen, falls vorhanden) schließen, (Je nach Vorgabe des Ofenherstellers kann es notwendig sein, die Sekundärluftzuführung leicht zu verringern, falls hierfür ein Schieber vorhanden ist.)

Da sich Holzbriketts im Feuer ausdehnen, ist dies bei der Bestückung des Brennraumes zu beachten.
Als Anzünder für Holzbriketts eignen sich alle handelsüblichen Produkte. Es gibt diese aus gepressten und in Paraffin getränkten Hobelspänen oder umweltfreundlich aus mit Kerzen- und Bienenwachs getränkter Holzwolle. Je nach Art brennen diese fünf bis zehn Minuten.

Zum Thema Glanzruß kann an dieser Stelle ergänzt werden, dass dieser durch eine unvollständige Verbrennung in Erscheinung tritt und hauptsächlich beim Verbrennen von feuchtem Holz entsteht. Da Holzbriketts in der Regel eine Restfeuchte von maximal 15 % enthalten, erzeugen sie keinen Glanzruß. Sollte dieser bei der Feuerung mit Holzbriketts jedoch trotzdem entstehen, kann dies auf eine unzureichende Luftzufuhr beim Heizen, wie oben beschrieben, zurückzuführen sein. Holzbriketts benötigen eine ausreichende Zufuhr von Luft, was bei der Bestückung besonders zu beachten ist, da sich einige Holzbriketts bis auf das Doppelte beim Verbrennen im Ofen vergrößern.

7 Verwendung der Asche von Holzbriketts

Für die Verwertung oder Entsorgung von Aschen von Holzbriketts kommen folgende Möglichkeiten in Betracht:

  • Verwendung als Dünger (u. a. in der Land- und Forstwirtschaft),
  • Verwertung im Straßen- und Forstwegebau,
  • Verwertung im Landschaftsbau,
  • Industrielle Nutzung (z. B. als Zuschlag für Zement oder als Chemikalienrohstoff),
  • Deponierung.

Für Feinstflugaschen und Aschen aus der Reinigung von Kesselwärmeübertragern und Kaminen bei Kleinfeuerungsanlagen sollte auf die Verwendung der Asche als Düngemittel aufgrund der Schwermetallkonzentration verzichtet werden. Diese Aschen sind über den Hausmüll zu entsorgen (Kaltschmitt et. al, 2009). Anders ist das bei der Rost- und Grobasche von Holzbriketts. Sie kann hervorragend als Dünger verwendet und somit direkt in den Boden eingearbeitet oder dem Kompost in dünnen Schichten beigemischt werden. Die Asche der Holzbriketts darf dabei nicht mit Rückständen von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Koks vermischt sein. Ebenso sollte beim Entszünden der Holzbriketts auf chemische Anzündhilfen verzichtet werden und stattdessen nur naturbelassene Anzünder verwendet werden. Um eine Überdüngung des Bodens zu vermeiden, sollten pro Quadratmeter nicht mehr als 0,1 Liter Asche aus Holzbriketts eingearbeitet werden. Moorbeetpflanzen sollten nicht mit Asche von Holzbriketts gedüngt werden, da sie sauren Boden benötigen.

8 Ökologische Aspekte von Holzbriketts

Wie schon in Kapitel 1 erwähnt, bieten biogene Brennstoffe, wie Holzbriketts oder Holzpellets, eine umweltfreundliche Alternative zu den fossilen Energieträgern. Die auf der Erde insgesamt nutzbaren Energieströme entspringen drei grundsätzlich unterschiedlichen primären Energiequellen:

  • die Planetengravitation und –bewegung, aus denen die Gezeitenenergie resultiert,
  • die Erdwärme und
  • die Sonnenenergie.

Die von der Sonne eingestrahlte Energie ist dabei mit Abstand die größte Quelle des regenerativen Energieangebots. So stellen z. B. die Windenergie und die Wasserkraft, wie auch die Meeresströmungsenergie und die Biomasse (wie zum Beispiel aus Holzbriketts oder Pellets) umgewandelte Formen der Sonnenenergie dar. Bei Biomasse, wie beispielsweise Holzbriketts, wird die solare Strahlung mit Hilfe von Pflanzen über den Vorgang der Photosynthese in organische Materie umgewandelt. Biomasse, also auch Holzbriketts, sind gespeicherte Sonnenenergie, die dann genutzt werden kann, wenn die entsprechende Energienachfrage gegeben ist. Damit hat sie einen erheblichen Vorteil gegenüber den anderen Optionen der Sonnenenergienutzung wie z. B. der solarthermischen Nutzung oder der Windkraft. Diese Energiewandlungsmöglichkeiten sind direkt an die von der Sonne eingestrahlte Energie gekoppelt und unterliegen somit z. T. erheblichen Angebotsschwankungen (Kaltschmitt et. al, 2009).

Unter Biomasse versteht man sämtliche Stoffe organischer Herkunft, d. h. kohlenstoffhaltige Materie. Damit beinhaltet sie z. B. alle Pflanzen und Tiere und im weiteren Sinne alle Stoffe, die beispielsweise durch eine technische Umwandlung und/oder stoffliche Nutzung entstanden sind bzw. anfallen. Dazu gehören z. B. Schwarzlauge, Papier und Zellstoff, Schlachthofabfälle, organische Hausmüllfraktion, Pflanzenöl und Alkohol (Kaltschmitt et. al, 2009).

8.1 Co2-Neutralität & Nachwachsender Rohstoff

Biogene Festbrennstoffe, wie z. B. Holzbriketts, -pellets oder Brennholz, gelten als klimaschonend, da es durch ihre Nutzung kaum zur Erhöhung der Konzentration an klimawirksamen Gasen in der Erdatmosphäre kommt. Diese Gase sind Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) oder auch Distickstoffoxid (N2O). Sie werden für den anthropogenen Treibhauseffekt verantwortlich gemacht, der zu einer Veränderung des Weltklimas führt. Bei der energetischen Nutzung von Biomasse wie Holzbriketts wird ebenfalls Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Jedoch wurde die dabei an die Luft abgegebene Menge an CO2 zuvor durch das Pflanzenwachstum der Atmosphäre entzogen und in der organischen Masse gebunden.
Dennoch sind auch biogene Energieträger wie bspw. Holzbriketts und Holzpellets nicht vollkommen CO2-neutral, da selbst bei nachhaltiger Produktionsweise fossile Energieträger für die Bereitstellung und Nutzung der Biomasse benötigt werden, z. B. bei der Produktion von Düngemitteln, bei der Ernte und beim Transport oder der Beschickung oder Feuerungsregelung. Holzbriketts haben somit eine etwas schlechtere Ökobilanz als herkömmliches Brennholz bzw. Kaminholz da einige Energie im Vorfeld für die Herstellung der Holzbriketts benötigt wurde. Wie schon erwähnt, wird bei der Herstellung von Hartholzbriketts ca. 20 % mehr Energie benötigt als bei Holzbriketts aus Weichholz (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, 2007). Allerdings kommen bei Hartholzbriketts die besseren Emissionswerte bei der Verbrennung durch den geringeren Wassergehalt der Umwelt zugute. Ein weiterer Aspekt der zu betrachten ist, besteht in der vom Wald gespeicherten Menge an CO2, die nicht mehr gespeichert werden kann, wenn infolge der Brennstoffherstellung Wald abgeholzt wird. Deshalb gilt es in jedem Fall und in erster Linie Energie einzusparen, durch den Bau von Niedrigenergiehäusern und einen behutsamen Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen. Den Holzbriketts kommt dabei zugute, dass sie aus Holzresten in Hobelwerken hergestellt werden und eben keine zusätzlichen Waldbestandteile abgeholzt werden.

Ebenfalls sollte der Vorteil bei der Nutzung von Biomasse wie Holzbriketts, Pellets und Brennholz / Kaminholz nicht außer Acht gelassen werden, dass bei derer Verwendung die endlichen fossilen Energieressourcen geschont werden. Biogene Brennstoffe wie Holzbriketts lassen sich, wie in Kapitel 8 erläutert, auf den Photosyntheseprozess zurückführen. Damit handelt es sich um eine indirekte Solarenergienutzung. Als gespeicherte Sonnenenergie sind Biomasse und Holzbriketts eine erneuerbare (regenerative) Energiequelle und damit in menschlichen Zeitvorstellungen quasi unerschöpflich, wenn sie nachhaltig erzeugt wird. Das heißt, es darf im Mittel nur die Menge an organischer Masse genutzt werden, die wieder nachwächst. Die Produktivität der Aufwuchsflächen muss dabei langfristig erhalten bleiben (FNR, 2007).

8.2 Holzbriketts aus schnellwachsenden Baumarten

Die Holzproduktion aus Kurzumtriebsplantagen mit bspw. Weiden oder Pappeln für die Herstellung von Holzbriketts und Holzpellets kann mit einem geringen Düngemitteleinsatz erfolgen. Auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, bis auf Herbizidbehandlungen, kann in den ersten ein bis zwei Jahren verzichtet werden. Bei fortschreitender Ausdehnung des Anbaus muss allerdings mit verstärktem Krankheits- und Schädlingsbefall gerechnet werden. Aus ökologischer Sicht bedenklich ist der hohe spezifische Wasserverbrauch. Infolge einer tiefen Durchwurzelung des Bodens besteht das Risiko der Grundwasserausschöpfung. Die langfristige Bodenruhe hingegen hat positive Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit, da die Erosionsneigung verringert wird. Zudem entfällt die mechanische Belastung durch Bodenbearbeitung, der Boden wird mit organischer Substanz angereichert und Bodenlebewesen werden gefördert. Durch die späte Ernte begründet und große Zeitspannen zwischen den Schnitten finden Wildtiere in den Beständen Deckung und Vögel können ungehindert brüten. Zu beachten ist der im Vergleich zu anderen Kulturpflanzen sehr hohe Aufwuchs, welcher das Landschaftsbild beeinträchtigen kann (Lewandowski et. al. in Kaltschmitt et. al.,2009).

8.3 Holzbriketts und Holzpellets aus Nebenprodukten, Rückständen und Abfällen

In der Land- und Forstwirtschaft, der Industrie und dem Gewerbe fallen kontinuierlich Nebenprodukte, Rückstände oder Abfälle von Stoffen organischer Herkunft (Biomasse) bei der Herstellung eines (Haupt-)Produktes an. Diese sind bioenergetisch für die Produktion von Holzbriketts nutzbar. Vor allem in der holzbe- und verarbeitenden Industrie fällt bei der Herstellung des (Haupt-)Produktes, wie z. B. Möbel, aus heimischem oder importiertem Holz energetisch nutzbare Biomasse für die Herstellung von Holzbriketts an. Aber auch bei den für eine stoffliche Nutzung bestimmten Nebenprodukten, wie z. B. Spanplatten, entstehen meistens weitere Nebenprodukte, Rückstände und Abfälle. Aus wirtschaftlichen Gründen werden für die energetische Holznutzung meist nur geringerwertige Zwischen- und Nebenprodukte sowie Rückstände und Abfälle oder die am Ende der Nutzungskaskade anfallenden Stoffe genutzt. Dieses Holzaufkommen entsteht meist in Form von Hackschnitzeln, Abschnitten, Schwarten, Spreißeln, Rindenstücken (bei Werksentrindung), Spänen, Stäuben u.v.m. Dieses Biomasseaufkommen wird als Industrierestholz bezeichnet. Sägespäne sind dabei der wesentliche Rohstoff für die Produktion von Holzpellets und Holzbriketts (Thrän in Kaltschmitt et. al.,2009).

Diese Produktionsweise wird auch als Kuppelproduktion bezeichnet und beschreibt die gleichzeitige Herstellung mehrerer Produkte in einem einzigen betrieblichen Produktionsprozess. Werden Holzbriketts und Holzpellets also aus Restprodukten hergestellt, z. B. aus anfallender Holzspäne von Industrieholz, werden sie als Kuppelprodukte bezeichnet. Dies entspricht einer ökologischen Produktionswirtschaft. Weitere ökologische Vorteile bestehen darin, dass die vorhandene Biomasse genutzt werden kann, die im industriellen oder gewerblichen Produktionsprozess ohnehin anfällt und keine zusätzliche Energie für den Trocknungsprozess benötigt wird.

Auch der Transportweg spielt eine entscheidende Rolle bei der ökologischen Bilanz, vor allem dem CO2-Ausstoß. Werden Holzbriketts und Pellets aus Nebenprodukten, Restholz und Abfall gefertigt entfällt ein zusätzlicher Transportweg im Vergleich zur Produktion von Holzbriketts aus angebauter Biomasse, wie schnellwachsenden Baumarten; bzw. ist der Transportweg der Holzbriketts im Produktionsablauf des (Haupt-)Produktes schon inbegriffen. Wird darüber hinaus möglichst regional produziert und an die Kunden ausgeliefert, ist der Transportweg mit dem Lkw im Vergleich zu transnationalen Lieferungen durchaus gering und wirkt sich positiv auf die Umwelt aus.

9 Preisentwicklung von Holzbriketts

Der Preis von Holzbriketts liegt produktionsbedingt im Vergleich etwas höher als bei Stückholz. Zu beachten ist, dass Stückholz in Stückraummeter verkauft werden, Holzbriketts aber nach Gewicht.
Hartholzbriketts, wie bspw. Pini & Kay Holzbriketts, haben ein langes und intensives Glutverhalten. Im Handel haben Hartholzbriketts jedoch meist einen höheren Preis als z. B. Holzbriketts aus Weichholz.

10 Fallbeispiel LABU Holzbriketts: Herstellungsprozess und Qualitätssicherung

LABU Holzbriketts werden ausschließlich aus Holzspänen der Nutzholzproduktion hergestellt und bestehen somit aus Industrie-Restholz. Daher werden für die Herstellung der Holzbriketts keine zusätzlichen Waldflächen abgeholzt. Als Holzbriketts aus Weichholz benötigen sie 20 % weniger Energie bei der Herstellung als Hartholzbriketts. Die Holzspäne müssen nicht extra getrocknet werden, da die Späne von für Bauzwecke zu verwendeten trockenen Holzstämmen stammen. Es wird also keine extra Energie zum Trocknen der Holzspäne verwendet, sondern Baumstämme genutzt, die schon für Industriezwecke getrocknet wurden. Da die Holzbriketts direkt im Werk gepresst werden, wo die Holzspäne für deren Verwendung anfallen, entsteht kein zusätzlicher Fahrtweg. Durch die Qualitätspressen der Firma RUF entsprechen sie den Anforderungen der EN 14961-3 und sind DINplus zertifiziert.

Durch die jahrelange Erfahrung und fortwährende Produktion der Holzbriketts kann eine gleich bleibende Qualität gesichert werden. Als regionales Produkt wird es dort hergestellt, wo es verbraucht wird: in Geithain im Bundesland Sachsen. Lange Transportwege fallen daher weg, was sich positiv auf die CO2-Bilanz auswirkt und nicht zuletzt auch auf den Preis.

11 FAQs – Häufig gestellte Fragen

Warum knackt Holz beim Verbrennen?
Die Anwesenheit von Wasser führt zum Knacken des Holzes. Deshalb knackt feuchtes Holz auch wesentlich stärker als trockenes Holz. Wird das Holz verbrannt, trocknet es rapide aus. Infolge der Verdunstung des gebundenen Wassers an der Oberfläche bilden sich Feuchtegradienten im Holz. Das schon abgetrocknete Holz schwindet stark, das noch feuchte Holz jedoch bleibt weiterhin in einem gequollenem Zustand. Die dadurch entstehenden Spannungen verursachen das Knacken.

Ein zweiter Anhaltspunkt besteht darin, dass das Wasser aufgrund der sehr hohen Temperaturen siedet, jedoch nicht unmittelbar entweichen kann, da es im Gewebe des Holzes eingeschlossen ist. Im Holzgewebe entsteht dadurch ein Überdruck, der sich durch kleine Explosionen löst.

Wie verhindere ich ein Rußen?
Rußen entsteht hauptsächlich durch die Verwendung von feuchtem Holz und zu geringer Luftzufuhr. Wird beides vermieden, kann das Holz vollständig verbrennen und rußt nicht. Holzbriketts tragen aufgrund ihrer geringen Restfeuchte kaum zum Rußen bei.

Weichholzbriketts oder Hartholzbriketts?
Unterschieden wird zwischen reinen Hartholzbriketts, Mischholz- und Weichholzbriketts (Nadelbriketts). Dabei muss man beachten, dass nach dem Brikettieren der Unterschied zwischen Hartholzbriketts und Nadelholzbriketts nur noch im Brennverhalten liegt. Der Energiegehalt ist nahezu gleich. Hartholzbriketts benötigen bei der Herstellung mehr Energie.

Hartholz bzw. Hartholzbriketts verbrennen langsamer und stellen dadurch die Heizenergie über einen längeren Zeitraum bereit.

Weichholzbriketts verbrennen im Gegensatz zu Hartholzbriketts schneller und bieten über die ebenso schnellere Energieabgabe höhere Temperaturen auf kürzere Zeit (geeignet zum Anheizen eines ausgekühlten Raumes).

Mischbriketts verbinden die jeweiligen Brenneigenschaften von Hartholzbriketts und Weichholzbriketts. Je nach Zusammensetzung ist das Brennverhalten an die jeweilige Holzart angepasst.

Rindenbriketts
Rindenbriketts dienen im Gegensatz zu Hartholzbriketts und Weichholzbriketts als Gluthalter, da sie eine Brenndauer von 8 bis 10 h auszeichnet. Ihre Herstellung, bzw. die Gewinnung der sauberen Rinde ist allerdings technisch sehr aufwendig, was sich auf den Produktpreis niederschlägt. Sie haben einen Energiegehalt bis zu 5,2 kWh/kg.
Achtung: Die Verbrennung von Holzbriketts aus Rinde in Kaminöfen ist in Sachsen nicht zulässig! (SMUL, 2012) Für die jeweiligen Bundesländer sollte vorher geprüft werden, ob das Verbrennen von Rindenbriketts zulässig ist oder nicht.

Worin besteht der Unterschied zwischen Brennwert und Heizwert?
Der Heizwert bezeichnet die Wärmemenge, die bei der vollständigen Oxidation ohne Berücksichtigung der Verdampfungswärme des im Abgas befindlichen Wasserdampfes freigesetzt wird. Der Brennwert hingegen schließt die Kondensationswärme (Verdampfungswärme) ein.

12 Quellenverzeichnis

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): Drittlandskohlepreise, Drittlandssteinkohlepreise frei deutsche Grenze

C.A.R.M.E.N e. V.: Preisentwicklung bei Holzbriketts – Der Holzbrikett-Preis-Index

Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV): http://www.depv.de/holzbriketts/was-sind-briketts/normen/ (abgerufen am 11. Dezember 2012)

EN 14961-3:2011-09 / EN 14961-3:2011 (D): Deutsches Institut für Normung e. V. (Hrsg.), Berlin, Beuth Verlag GmbH, Berlin

Erdmann, Georg, Zweifel, Peter: Energieökonomik. Theorie und Anwendungen, Springer Verlag, Berlin Heidelberg 2008

Europäischen Parlament und Rates der Europäischen Union (EP und Rat): Verordnung (EU) Nr. 995/2010 über die Verpflichtung von Marktteilnehmern, die Holz und Holzerzeugnisse in Verkehr bringen

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)/Hartmann, H.: Handbuch Bioenergie-Kleinanlagen, 2. Aufl., Gülzow 2007

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): Basisdaten Bioenergie Deutschland. Festbrennstoffe Biokraftstoffe Biogas, August 2012

Herrmann, Michael, Weber, Jürgen (Hrsg.): Öfen und Kamine. Raumheizungen fachgerecht planen und bauen, 7. Aufl., Beuth Verlag GmbH, Berlin 2011

Hiersig, Heinz M. (Hrsg.): VDI-Lexikon Maschinenbau, Springer Verlag, Düsseldorf 1995

Informationssystem Nachwachsende Rohstoffe (INARO), erstellt vom Institut für umweltgerechte Landbewirtschaftung (IfUL)

Kaltschmitt, M., Hartmann, H., Hofbauer, H. (Hrsg.): Energie aus Biomasse. Grundlagen, Techniken und Verfahren, 2. Aufl., Springer Verlag, Berlin Heidelberg 2009

Konstantin, Panos: Praxisbuch Energiewirtschaft. Energieumwandlung, -transport und –beschaffung im liberalisierten Markt. 2. Aufl., Springer Verlag, Berlin Heidelberg 2009

Krolkiewicz, Hopfensperger, Spöth: Energiekosten für Gebäude senken, Haufe Praxisratgeber, Rudolf Haufe Verlag GmbH & Co. KG, München 2009

Lewandowski, I., Böhmel, C., Vetter, A., Hartmann, H. in: Kaltschmitt, M., Hartmann, H., Hofbauer, H. (Hrsg.): Energie aus Biomasse. Grundlagen, Techniken und Verfahren, 2. Aufl., Springer Verlag, Berlin Heidelberg 2009

Lohmeyer, Gottfried, Bergmann, Heinz, Post, Matthias (Hrsg.): Praktische Bauphysik: eine Einführung mit Berechnungsbeispielen. 5. vollst. Überarb. Auflage Oktober 2005, B. G. Teubner Verlag, Wiesbaden 2005

Nikol Verlagsgesellschaft mgH & Co. KG (Hrsg.): Holz. Verarbeitung.Werkzeugkunde. Schritt für Schritt Anleitungen. Nikol Verlagsgesellschaft mgH & Co. KG, Hamburg 2005, 2001

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (Smul): Heizen mit Holz in Kaminöfen. Tipps zur umweltfreundlichen Bedienung – für eine entspannte Nachbarschaft, Dresden, Juni 2012

RUF-Holzbrikettiersysteme

Technologie- und Förderzentrum (TFZ) im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe /Schön, C., Dr. Hartmann, H.: Charakterisierung von Holzbriketts. Brennstoffe, physikalische und stoffliche Eigenschaften – eine Marktstichprobe, Berichte aus dem TFZ 24, Straubing 2011

Technologie- und Förderzentrum (TFZ) im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe: Heizwerttabellen für verschiedene Holzarten, 10/09

Technologie- und Förderzentrum (TFZ) im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe: Richtiges Anzünden eines Kaminofens, 09/12

Anhang 1

Gesetzestexte

Bei offenen Kaminen:
„Auszug aus dem Gesetzestext
1. BImSchV § 4 allgemeine Anforderungen …
(3) Offene Kamine dürfen nur gelegentlich betrieben werden. In ihnen dürfen nur naturbelassenes stückiges Holz nach § 3 Abs. 1 Nr. 4 oder Presslinge in Form von Holzbriketts nach § 3 Abs. 1 Nr. 5a eingesetzt werden. Satz 2 gilt nicht für offene Kamine, die mit geschlossenem Feuerraum betrieben werden, wenn deren Wärmeabgabe bestimmungsgemäß überwiegend durch Konvektion erfolgt.
Holz nach § 3 Abs. 1 Nr. 4 ist: naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzel, sowie Reisig und Zapfen.
Offene Kamine verursachen aufgrund unvollkommener Verbrennung und unzureichender Primärenergienutzung Emissionen, die nach dem Stand der Technik für Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe vermeidbar sind. Gleiches gilt auch für die Kamine oder Kaminöfen, die sowohl offen als auch geschlossen betrieben werden können, da eine Überwachung der tatsächlichen Betriebsart nicht möglich ist. Bei dichter Bebauung kommt es vielfach zu erheblichen Belästigungen durch den Betrieb offener Kamine und deshalb zu Nachbarschaftsbelästigungen durch Rauch- und Geruchsemissionen. Zudem ist ein energiesparendes Heizen mit diesen Einrichtungen wegen ihrer vergleichsweise geringen Wirkungsgrade nicht möglich.
Der Betrieb offener Kamine kann daher nicht ständig, sondern nur gelegentlich zugelassen werden. Was unter dem bestimmten Rechtsbegriff „gelegentlich“ zu verstehen ist, ist in der Verordnung nicht erläutert. Der Begriff ist daher von der Verwaltung bzw. von den Gerichten näher zu bestimmen. Das OVG Rheinland-Pfalz (Koblenz) hat durch Beschluss vom 12.04.1991 (7 B 10342/91 OVG) die Auffassung vertreten, die Anordnung, einen offenen Kamin an nicht mehr als acht Tagen pro Monat für fünf Stunden zu betreiben, sei nicht zu beanstanden. Dem allgemeinen Sprachgebrauch nach bedeutet „gelegentlich“ soviel wie „bei passenden Umständen“, „von Zeit zu Zeit“ oder „manchmal“. Gelegentlich werde ein Kamin dann betrieben, wenn er nach unterschiedlich langen Zeiträumen des Nichtbetreibens aufgrund besonderer Umstände genutzt wird.
Darüber hinaus soll der Betrieb offener Kamine auf den Einsatz von naturbelassenen stückigen Holz oder Presslinge in Form von Holzbriketts begrenzt bleiben. Diese Brennstoffe enthalten im Vergleich zu anderen für offene Kamine in Frage kommenden Brennstoffen, wie Braun- und Steinkohlenbriketts, keine nennenswerten Anteile an Schwefel. Ausgenommen von der Vorschrift sind offene Kamine, die mit geschlossenem Feuerraum betrieben werden und nach dem Konvektionsbetrieb arbeiten. In diesen Kaminen dürfen auch z. B. die vorgenannten Brennstoffe eingesetzt werden.
Solche Anlagen dürfen jedoch ebenfalls nicht regelmäßig zur Beheizung genutzt werden, sondern nur gelegentlich. (s)“

Anhang 2

Weiterführende Literatur und Links

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
KfW Förderbank
Aktuelle Preise für Biomassebrennstoffe
Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) e.V.

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